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Der Tourismus ist einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in der .

Insgesamt gab es im Jahr 2018 ca. 149,8 Mio. Nächtigungen. Der direkte Wertschöpfungseffekt des Tourismus betrug 24,9 Mrd. Euro und die Gesamtausgaben der in- und ausländischen Besucher beliefen sich auf 42,4 Mrd. Euro.

Österreich verfügt in hohem Ausmaß über Voraussetzungen für Tourismus. Zu diesen zählen einerseits die vielen naturnahen Gebiete und Gebirgslandschaften (z. B. die Alpen und das Granit- und Gneishochland), Seenlandschaften, zahlreiche Kulturdenkmale, attraktive und die gut ausgebaute Infrastruktur und andererseits insbesondere die reichhaltige Geschichte und die Marke Habsburg, welche beispielsweise allein für die Stadt Wien für Tourismus-Umsätze von 60 Mio. Euro im Jahr sorgt.

Vorteilhaft für den Tourismus in Österreich ist die zentrale Lage in Europa und die gute Erreichbarkeit. Im Travel and Tourism Competitiveness Report 2017 des World Economic Forum belegt Österreich Platz 11 von 136 Ländern. Der Tourismus verteilt sich in Österreich gleichmäßig auf die Sommer- und die Wintersaison.

Wirtschaftliche Bedeutung

2009 erzielte die Tourismusbranche, in der 1993 ca. 10 % aller gearbeitet haben, Einnahmen von 21,89 Milliarden Euro, das sind 1666 Euro pro Einwohner.
Das ist weltweit einzigartig.

Beherbergungsbetriebe und Gaststätten haben 2009 11,38 Milliarden Euro (?3,2 %) oder 4,1 % des Bruttoinlandsprodukts von 276,89 Milliarden Euro (?1,8 %) erwirtschaftet.
Dazu kamen noch Einnahmen aus dem Kultur-, Unterhaltungs-, Sport- und Handelskonsum der Gäste sowie Einnahmen aus dem Tagungs- und Messegeschäft.

Der Tourismus verhalf der österreichischen Wirtschaft dazu, dass in den letzten Jahrzehnten stets ein Zahlungsbilanzüberschuss erzielt werden konnte; die Handelsbilanz der Industrie ist erst seit 2002 positiv. 2005 betrug der Überschuss in der Reiseverkehrsbilanz 5,1 Mrd. Euro und half die Leistungsbilanz fast auszugleichen.

2005 gab es in Österreich 69.981 Tourismusbetriebe. Der Anteil der klein strukturierten und einfach ausgestatteten Unterkünfte sinkt. Die Zahl der Betten in der 4- und 5-Sterne-Kategorie ist in von 1996 bis 2006 um 27 % gestiegen, die Zahl der Betten in Privatquartieren um 17 % zurückgegangen. Die Auslastung der Betten ist in den (Salzburg, Tirol und Vorarlberg) in den Wintermonaten höher als in den Sommermonaten. Österreichweit war die Auslastung 2006 in der Wintersaison (33,7 %) höher als in der Sommersaison (28,9 %) und in Wien am höchsten (62,8 % in der Sommersaison).

Der Export von österreichischem Tourismus-Know-how
ist von erheblicher Bedeutung für die österreichische Dienstleistungsbilanz.

Beherbergung

2011 wurden in Österreich insgesamt 34.629.083 Gästeankünfte (+ 3,7 %) und 126.002.551 Gästenächtigungen (+ 0,9 %) registriert.
Die Übernachtungen entfielen vor allem auf die Bundesländer Tirol (42,7 Millionen), Salzburg (23,9 Millionen), (12,4 Millionen), Wien (11,4 Millionen) und Steiermark (10,9 Millionen).

{| class="wikitable sortable floatright zebra" style="text-align:right"
|+ style="padding-bottom:1em;" | Nächtigungsstärkste Quellmärkte 2011
|- class="hintergrundfarbe6"
! Quellmarkt || Anteil || Veränderung
|-
| style="text-align:left" | Ausland || 72,0 % || + 0,9 %
|-
| style="text-align:left" | Deutschland || 37,6 % ||? 1,6 %
|-
| style="text-align:left" | || 28,0 % || + 0,8 %
|-
| style="text-align:left" | Niederlande || 7,1 % || ? 1,9 %
|-
| style="text-align:left" | Schweiz || 3,4 % || + 12,6 %
|-
| style="text-align:left" | || 2,5 % || ? 4,6 %
|-
| style="text-align:left" | Italien || 2,4 % || ? 0,2 %
|-
| style="text-align:left" | Belgien || 2,0 % || + 4,1 %
|-
| style="text-align:left" | Tschechien || 1,6 % || + 5,4 %
|-
| style="text-align:left" | Frankreich || 1,5 % || + 2,7 %
|-
| style="text-align:left" | Ungarn || 1,3 % || + 5,8 %
|-
| style="text-align:left" | Polen || 1,2 % || + 6,7 %
|-
| style="text-align:left" | Russland || 1,2 % || + 25,6 %
|-
| style="text-align:left" | || 1,2 % || ? 3,3 %
|-
| style="text-align:left" | USA || 1,0 % || ? 3,2 %
|}
Österreich hat Hotels und gewerbliche Ferienwohnungen bzw. -häuser mit 641.300 Betten (Sommer 2009) sowie Privatquartiere mit ca. 315.000 Betten. Die gewerblichen Beherbergungsbetriebe sind mit durchschnittlich 40 Betten klein strukturiert (Dänemark, Portugal, Zypern und Schweden haben jeweils über 100 Gästebetten je Hotelbetrieb) und setzen sich zu 36,2 % aus Fünf- und Vier-Sterne-Betrieben, zu 32,7 % aus Drei-Sterne-Betrieben, zu 19,4 % aus Zwei-Sterne- und Ein-Stern-Betrieben und zu 11,7 % aus gewerblichen Ferienwohnungen zusammen.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag 2009 für ausländische Gäste bei 4,2 Nächtigungen, für Inländer bei 3,1 Nächtigungen pro Ankunft. Die Aufenthaltsdauer ist in den letzten 30 Jahren kontinuierlich gesunken. Die nächtigungsstärksten Monate waren 2009
  • August (16,7 Mio. Nächtigungen)
  • Februar (16,1 Mio.)
  • Juli (14,5 Mio.)
  • Jänner (14,1 Mio.).

Während noch in den 1970er und 1980er Jahren die Sommersaison eine weitaus höhere Bedeutung hatte, nahmen die Nächtigungen im Winterhalbjahr kontinuierlicher zu. Seit 2006 ist der Wintertourismus etwas stärker als der Sommertourismus: Im Winter 2008/09 wurden ca. 62,9 Mio., im Sommer 2009 ca. 61,7 Mio. Nächtigungen registriert.

Andere Branchen

Neben den Beherbergungsbetrieben machen viele gastronomische Betriebe und solche der Kultur-, Freizeit-, Sport-, Tagungs- und Verkehrswirtschaft sowie des Handels wesentlichen Tourismusumsatz.

Inlands- und Auslandstourismus, Einkaufsfahrten

Der Inlandstourismus (Binnentourismus) macht etwa ein Viertel aller Gästenächtigungen aus; drei Viertel der Nächtigungen stammen von ausländischen Gästen. Unter diesen sind die Deutschen nach wie vor Nummer 1, aber anteilsmäßig nicht mehr so extrem stark wie noch in den 1970er Jahren. Weitere wichtige ?Quellmärkte? oder Herkunftsländer der Gäste sind die Niederlande, und in den letzten Jahren zunehmend auch Italien. Seit den 1980er Jahren sind die USA und Japan die beiden wichtigsten ?Fernmärkte?. Steigende Besucherzahlen werden neuerdings aus Russland und China verzeichnet. Acht der zwölf nächtigungsstärksten Quellmärkte wiesen 2007 ein Plus auf.

Die Österreicher bevorzugten als Reiseziele im Inland die Bundesländer Steiermark (6,4 Millionen), Salzburg (5,5 Millionen) und (4,7 Millionen).

?Grenztourismus? besteht in Westösterreich, da das Preisniveau in der EU niedriger ist als in der Schweiz und der Benzinpreis in Österreich meist niedriger ist als in Deutschland. Aber auch in Ostösterreich hat der Tagestourismus (Einkaufs- und/oder Kulturfahrten) in den letzten Jahren stark zugenommen, da bevölkerungsstarke Regionen wie , , die Westslowakei und der Großraum Budapest dem Großraum Wien verhältnismäßig nahe liegen und zum Teil mit ihm, und dem Burgenland in der Europaregion Centrope zusammenarbeiten.

Sparten des österreichischen Tourismus

Sommertourismus: Bergsport und Badetourismus

Die Berge spielen für Aktivurlauber sowohl im Winter als auch im Sommer für Bergwanderungen und Bergsteigen, eine bedeutende Rolle. Die höchsten Berge in Österreich sind Dreitausender und befinden sich in den Ostalpen. Mit 3.798 m ist der (Tirol/) der höchste Berg. Österreich verfügt über zahlreiche n und 1083 km Wanderwege, die von den Alpenvereinen und betrieben werden.
Der ''Badetourismus'' ist vor allem am Neusiedler See, im Salzkammergut und Salzburger Seengebiet und im von Bedeutung.
Der ''Kneipptourismus'' wird durch viele in natürliche Fließgewässer eingebettete Wassertretstellen begünstigt.

Wintertourismus

Der ''Wintertourismus'' umfasst primär den Wintersport. Als vorwiegend von den Alpen beherrschtes Land gibt es in Österreich zahlreiche Möglichkeiten, den alpinen Skisport auszuüben. Insbesondere die Bundesländer Vorarlberg, , Tirol und Salzburg bieten in beinahe jedem Alpental ein oder mehrere Skigebiete, die mit zahlreichen Aufstiegshilfen (Seilbahnen, Sessellifte, Schlepplifte) ausgestattet sind. Die großen Skiarenen in den österreichischen Alpen verfügen über 50 oder mehr verschiedene Liftanlagen und manchmal über 100 km präparierte Skiabfahrten. Aber auch in den östlichen Bundesländern gibt es viele Skigebiete, die häufig auch mit anderen Wintersportmöglichkeiten kombiniert sind, zum Beispiel mit Langlaufloipen, Rodelbahnen oder . Zusätzlich gibt es in Österreich einige Gletscherskigebiete, die im Wesentlichen unabhängig von der Schneelage ganzjährige Wintersportmöglichkeiten bieten.

Im Umfeld Wintersport werden jährlich 7,11 Mrd. Euro an erwirtschaftet. Einschließlich ?indirekter und induzierter Effekte? beträgt der jährliche Wertschöpfungsbeitrag sogar etwas mehr als 11 Mrd. Euro. Der Anteil am gesamten österreichischen Bruttoinlandsprodukt des Wintersports liegt (2008) bei rund 4,1 %. Dabei entstammen jährlich rund 5,95 Mrd. Euro an direkter Wertschöpfung dem Wintersporttourismus (einschließlich Beherbergungs- und Gaststättenwesen, Transportdienstleistungen, Sport- und Unterhaltungsdienstleistungen sowie dem fachlichen Einzelhandel). Das jährliche Aufkommen an Steuern und Sozialabgaben wird mit einer Untergrenze von 1,8 Mrd. Euro angenommen. Schätzungen nehmen an, dass jeder 14. Arbeitsplatz in Österreich direkt oder indirekt vom Wintersport abhängt.

Die größten Wintersportgebiete liegen in Tirol und Vorarlberg (z. B. Arlberg, Lech/Zürs/Warth, Paznauntal, , Zillertal, Stubaital, , Seefeld) und in Salzburg (z. B. , Saalbach Hinterglemm, Radstadt/Altenmarkt/Zauchensee, Obertauern). Wintertourismus besteht auch in (z. B. Nassfeld, Gerlitzen, ) und der Steiermark (z. B. Dachstein-Tauern-Region).

Kulturtourismus

Ein Schwerpunkt des ''Kulturtourismus'' ist das Musikangebot:
  • Am bekanntesten sind die Salzburger Festspiele, die jährlich in den Sommermonaten in Salzburg, der Geburtsstadt Mozarts stattfinden. Dort finden auch die Osterfestspiele statt.
  • Die Bregenzer Festspiele werden seit 1946 veranstaltet. Hier befindet sich auch die weltgrößte Seebühne.
  • Wiener Festwochen, Wiener Staatsoper, Wiener Philharmoniker und Theater an der Wien sind Stichwörter aus dem sehr intensiven Musikleben Wiens.
  • Seefestspiele in und Opernfestspiele in St. Margarethen locken Musikfreunde ins Burgenland.
  • Das Festival Ars Electronica findet seit 1979 jährlich in Linz statt.
  • In lädt der Carinthische Sommer zu Aufführungen in Ossiach und Villach ein.
  • In der Steiermark bietet die Styriarte erstklassige Musik.

Städtetourismus

Der '''' in Österreich umfasst vor allem die Bundeshauptstadt Wien und die acht Landeshauptstädte.

Gäste halten sich in Städten meist wesentlich kürzer auf als in ländlichen Tourismusorten, geben aber pro Tag im Durchschnitt deutlich mehr aus als andere Österreich-Besucher. Die Besuchszwecke reichen vom Verwandten- bzw. Bekanntenbesuch und vom Erlebnis- und Kulturtourismus in der Freizeit bis zur vom Dienstgeber bezahlten Teilnahme an Kongressen, Messen und Firmentagungen. In den meistfrequentierten Städten fällt der Anteil der per Flugzeug anreisenden Gäste wesentlich größer aus als in Gesamtösterreich; auch der ''Nationenmix'' gestaltet sich vielfältiger.

Nahezu zwei Drittel (64,7 %) dieses 2011 mehr Gästenächtigungen als jemals zuvor, nämlich 17,6 Millionen, erfassenden Tourismuszweiges entfielen auf Wien (11,4 Millionen Nächtigungen; 2018 waren es 16,5 Millionen Nächtigungen), weitere stark frequentierte Städte waren 2017:
  • Salzburg (2,3 Millionen)
  • Innsbruck (1,3 Millionen)
  • Graz (908.000)
  • Linz (742.000)
  • (411.000)
  • Bregenz (310.000)
  • (148.000)
  • Eisenstadt (59.000)

Jede vierte Gästeankunft (8,7 von 34,6 Millionen) in Österreich wurde 2011 in einer der acht Landeshauptstädte oder in Wien registriert. 2018 wurden in Wien allein bereits 7,54 Millionen Gäste mit 16,5 Millionen Nächtigungen gezählt.

Kongress- und anderer Geschäftstourismus

Der Geschäftstourismus fällt vor allem in den Wirtschaftszentren des Landes an. So nimmt man in Wien an, dass etwa 30 bis 35 % aller Gästenächtigungen in der Stadt beruflich veranlasst sind. Hier zählt der Monteur, der zur Montage eines Messestandes anreist, genau so wie der ausländische Geschäftspartner, der zum Vertragsabschluss kommt, der zur Belohnung für erfolgreiche Arbeit von seinem Unternehmen Eingeladene (?Incentivereisen?) ebenso wie der Kongressteilnehmer (Kongresstourismus), der von seiner Firma entsandt wird oder als Selbstständiger die Kongressreise steuerlich als Betriebsausgabe geltend macht.

Kur- und Wellnesstourismus

Der ''Kurtourismus'' umfasst in Österreich den Tourismus von 84 Heilbädern und Kurorten, darunter etliche (Thermenlinie, Thermenland). Im Jahr 2006 wurden in diesen Gemeinden 18 Millionen Übernachtungen gezählt, eine Unterscheidung zwischen Kurgästen und anderen Gästen ist derzeit nicht möglich. Neben medizinisch verordneten Kuren werden dort auch Wellness-Aufenthalte angeboten.

Agrartourismus

Der ''Urlaub am Bauernhof'' hat im Kontext der und des Umweltbewusstseins in den letzten Jahren steigend Anteil am österreichischen Fremdenverkehr.

Geschichte

Fremdenverkehr in Altösterreich

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts beschränkte sich der Tourismus auf einzelne Orte. ).

Bad Ischl wurde als Kurort und Sommerresidenz von Kaiser und Bad Gastein als Kurort, der vor allem vom besucht wurde, bekannt. Die Erschließung der österreichischen Alpen fand ab Mitte des 19. Jahrhunderts statt. Die Entwicklung des Eisenbahnnetzes ermöglichte eine schnelle Ausweitung des Tourismus. 1896 richtete das k.k. Eisenbahnministerium ein, zu dessen Aufgaben ?grundsätzliche Maßnahmen zur Hebung des Fremdenverkehrs? gehörten. Bei der touristischen Entwicklung der Alpen spielte der 1862 in Wien gegründete durch die Erschließung der Berge mit Wanderwegen und n eine bedeutende Rolle, ebenso der 1907 eingerichtete Busverkehr der k.k. (die erste Postbuslinie verkehrte im heutigen ).

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden im Anschluss an Bahnstationen viele große Hotels, insbesondere an den Ufern der Alpenrandseen und in hochgelegenen Talschlüssen. Lange Aufenthaltszeiten der Gäste während der Sommerfrische ermöglichten eine hohe . Der Tourismus wurde zunehmend zu einem bedeutenden Faktor. So konnten im Jahr 1909 die alpinen Regionen Altösterreichs 2,5 Millionen Gäste verbuchen, davon über 880.000 Tirol, damals größer als heute.

Der Schitourismus begann kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Mathias Zdarsky gilt als einer der Pioniere des Schilaufs. Die ersten Schikurse wurden 1905 in Stuben am Arlberg abgehalten. 1908 wurde der erste Skilift in Österreich am Bödele ob Dornbirn in Betrieb genommen.

Zwischenkriegszeit

Da der Erste Weltkrieg den Tourismus vollständig zum Erliegen brachte, verloren viele Tourismusgemeinden ihre feudale Klientel. In der Zwischenkriegszeit entwickelte sich eine neue, ?bürgerliche? Form des Sommertourismus. Während in den westlichen Bundesländern (Salzburg, Tirol, Vorarlberg) vor allem Touristen aus Deutschland ihren Urlaub verbrachten, wurden die Kärntner Seen und das Salzkammergut eher aus Wien und den ehemaligen Ländern der k.u.k. Monarchie besucht. Wien selbst zählte damals etwa gleich viele Gäste aus West und Ost.

1933 wurde von der deutschen Regierung die Tausend-Mark-Sperre gegen Österreich verhängt. Die nationalsozialistische deutsche Führung wollte mit diesem wirtschaftlichen Druckmittel politische Zugeständnisse von erreichen. Bis zur Aufhebung der Sperre im Jahr 1937 hatte der Tourismus aus Deutschland starke Einbußen zu verzeichnen. In der Zeit des Nationalsozialismus kollabierte der Fremdenverkehr völlig.

Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg

Die Tourismusentwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg war von starken Steigerungsraten und der Entwicklung des Massentourismus gekennzeichnet. Der Wirtschaftsaufschwung, erweiterte Urlaubsansprüche und die zunehmende Mobilität durch die Massenmotorisierung führten zu einer starken Ausweitung. Die wichtigsten Aktivitäten waren bis zu Beginn der 1990er Jahre Wandern, Baden und Schifahren sowie . Erst nach dem Einbruch der Nächtigungszahlen Anfang der 1990er Jahre fand eine Diversifizierung des Angebots statt (z. B. Gesundheitstourismus).

War Österreich noch in den 1970er-Jahren das ?selbstverständliche? Urlaubsland Nummer 1 der Deutschen, so änderte sich dies in den folgenden Jahrzehnten stark. Deutsche Gäste sind zwar nach wie vor die Nummer 1 in Österreich. Der deutsche Anteil an den Gesamtnächtigungen in Österreich ist aber tendenziell rückläufig. So wird die seit langem geforderte ?Internationalisierung des österreichischen Tourismusmarketings? immer wichtiger: Österreich muss heute Gäste aus einer größeren Anzahl von ?Quellmärkten? ansprechen, um das Risiko der starken Abhängigkeit von Deutschland zu reduzieren.

{| class="wikitable zebra" style="text-align:right"
! Jahr !! Nächtigungen !! Deviseneinnahmen
|-
|1950||15,6 Mio.||28,5 Mio. ?
|-
|1955||25,4 Mio.||155 Mio. ?
|-
|1960||42,0 Mio.||438 Mio. ?
|-
|1970||79,5 Mio.||1.887 Mio. ?
|-
|1980||118,7 Mio.||6.058 Mio. ?
|-
|1990||123,6 Mio.||11.078 Mio. ?
|-
|2000||113,7 Mio.||12.361 Mio. ?
|-
|2005||119,2 Mio.||15.428 Mio. ?
|}

Tourismusmarketing und -management

Für die Dachmarke ''Urlaub in Österreich'' wirbt die nationale Tourismusorganisation '''' (ÖW), die vom Wirtschaftsministerium (derzeit BMWJF) und der getragen wird. Zuständige Dienststelle für die Bundeskoordination ist derzeit (2013) die Sektion ''Tourismus und Historische Objekte'' am BMWJF. Zentrale Onlineplattform des Tourismus in Österreich ist die Website ''austria.info'', die von der ÖW betrieben wird.
Weitere Tourismusorganisationen:

  • (seit 1968)
Materialien:
  • Tourismus, Statistik Austria

Einzelnachweise

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